Nachhaltigkeit der Holzenergie
Erneuerbare Energie aus Schweizer Holz
Nachhaltigkeit gehört zur DNA von Holzenergie Schweiz. Sie basiert auf der verantwortungsvollen Nutzung eines erneuerbaren Rohstoffs, einer nachhaltigen Waldwirtschaft und einer möglichst geschlossenen Kreislaufwirtschaft.
Holzenergie ersetzt fossile Heizsysteme wie Öl und Gas durch erneuerbare Wärme aus heimischem Holz. Damit trägt sie dazu bei, CO₂-Emissionen wie Abhängigkeiten zu reduzieren und regionale Wertschöpfung zu stärken.
In ungenutzten Wäldern stösst die C-Speicherkapazität relativ früh an ihre Grenzen. Holzprodukte müssten durch fossile und mineralische Rohstoffe ersetzt werden: Es würde zusätzliches CO₂ in die Atmosphäre gebracht, welches als fossiles C über 35 bis 300 Millionen Jahre unter der Erde gelagert und deshalb nicht in der Atmosphäre war.Holzherkunft: Schweizer Holz aus nachhaltiger Waldwirtschaft
Der wichtigste Rohstoff für die Holzenergie ist Schweizer Holz. Die nachhaltige Pflege und Nutzung des Waldes hat in der Schweiz eine lange Tradition. Das Waldgesetz stellt sicher, dass langfristig nicht mehr Holz geerntet wird, als nachwächst.
Der Wald erfüllt gleichzeitig verschiedene wichtige Funktionen: Er ist Lebensraum für Tiere und Pflanzen, schützt vor Naturgefahren, dient als Erholungsraum und liefert einen erneuerbaren Rohstoff. Eine nachhaltige Waldwirtschaft verbindet diese unterschiedlichen Anforderungen. Durch die Nutzung von Holzenergie wird die regionale Bewirtschaftung des Waldes unterstützt und die Wertschöpfung bleibt in der Region.
Ressourcenverfügbarkeit: Erneuerbare Ressource, Senke nur bei Bewirtschaftung
Holz ist eine begrenzt verfügbare, aber erneuerbare Ressource. Eine nachhaltige Nutzung berücksichtigt deshalb die langfristige Verfügbarkeit des Rohstoffs und die verschiedenen Funktionen des Waldes.
Der Wald hat als C-Speicher eine begrenzte Kapazität. Er wirkt nur dann dauerhaft als CO₂-Senke, wenn im richtigen Mass (= nachhaltig) Holz entnommen wird. Ohne Nutzung nähert er sich irgendwann einem Kohlenstoffgleichgewicht: Die Menge CO₂, die die Bäume aufnehmen, wird durch Verrottung wieder freigesetzt. Nicht bewirtschaftete Wälder sind dann keine CO2-Senken mehr.
Forstwirtschaftliche Eingriffe senken den Vorrat temporär ab und schaffen so neue Speicherkapazitäten im Wald. Die Nutzung erfolgt nach dem Prinzip der Kaskadennutzung. Hochwertiges Holz wird bevorzugt stofflich genutzt, beispielsweise im Bau- oder Möbelbereich. Durch die C-Speicherung in den Holzprodukten, entsteht ausserhalb des Waldes ein (vom Wald gespeister) zusätzlicher externer C-Speicher.
Holz, das wegen Krümmung, geringem Durchmesser oder minderwertiger Qualität für eine stoffliche Verwertung nicht geeignet ist, sowie Nebenprodukte aus Sägereien und Hobelwerken wie Sägemehl und Hobelspäne können für die Pelletproduktion oder die energetische Nutzung eingesetzt werden. Energieholz ist somit ein Koppelprodukt. So werden unterschiedliche Holzsortimente optimal genutzt und regionale Stoffkreisläufe geschlossen.
CO₂-Bilanz der Holzenergie
Die CO₂-Bilanz der Holzenergie wird durch den natürlichen Kohlenstoffkreislauf geprägt. Während des Wachstums nehmen Bäume CO₂ aus der Atmosphäre auf. Bei der Verbrennung wird dieses zuvor gespeicherte CO₂ wieder freigesetzt. Auch bei nachhaltiger Waldbewirtschaftung entstehen Emissionen durch Ernte, Transport und Verarbeitung. Diese werden durch Elektrifizierung schrittweise weiter reduziert.
Die Klimawirkung hängt von der Herkunft des Holzes, der nachhaltigen Waldbewirtschaftung, der Nutzungskaskade, den Transportwegen und der Effizienz der Feuerungsanlage ab. Moderne Anlagen und kurze regionale Wertschöpfungsketten tragen dazu bei, die Umweltwirkungen möglichst gering zu halten. Die hohe, standardisierte Brennstoffqualität und die durch Ökobilanzen nachgewiesene Klimafreundlichkeit – belegt durch anerkannte Zertifizierungen – vermitteln wir Interessierten kontinuierlich.
Ohne Energieholz keine Waldpflege
Bei der Pflege und Verjüngung des Waldes fällt zwangsläufig Holz an, das sich stofflich nicht verwerten lässt. Für dieses Energieholz erhalten die Waldeigentümer einen Erlös. Er trägt die Kosten der Durchforstung, des Waldumbaus und der Pflege von Schutzwäldern. Ohne diese Zahlung bliebe die Waldpflege in vielen Regionen unwirtschaftlich. Holzenergie finanziert damit nicht nur Wärme, sondern auch die Pflege des Waldes und das wegen der Klimaerwärmung nötige Verjüngungsprogramm.
Regionale Versorgung und geschlossene Kreisläufe
Holzenergie steht für eine regionale Energieversorgung mit kurzen Wegen. Die Nutzung von heimischem Holz stärkt die regionale Wirtschaft und reduziert die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern.
Wir und unsere Partner arbeiten daran, die stoffliche Verwertung von Naturholzasche, einem Nebenprodukt der Holzenergie, systematisch zu fördern. Sie ist in anderen Ländern eine wertvolle Ressource für die Landwirtschaft und Forstwirtschaft, das Bauwesen und die Zementindustrie sowie für Bodenverbesserungen und Bodenschutzkalkung – und soll es auch in der Schweiz werden. Zudem wollen wir die hochreaktive Holzasche als natürliche Negativemissionstechnologie (NET) nutzen. So schliessen wir regionale Stoffkreisläufe und schonen natürliche Ressourcen, Primärrohstoffe sowie knappes, teures Deponievolumen.
Qualität, Stand der Technik und Fortschritt
Mit dem Qualitätsmanagement QM Holzheizwerke, QS-Support-Angeboten, Beratungen, Audits sowie Aus- und Weiterbildungsangeboten sorgt Holzenergie Schweiz dafür, dass Holzenergieanlagen effizient, sauber und nach dem aktuellen Stand der Technik betrieben werden.
QM Holzheizwerke wirkt dort, wo die Nachhaltigkeit der Holzenergie in der Praxis entschieden wird: bei der Anlagenplanung, der Brennstoffqualität und dem Betrieb. Standardisierte Qualitätsanforderungen sichern hohe Wirkungsgrade, geringe Emissionen und einen zuverlässigen Betrieb. Damit wird verhindert, dass eine erneuerbare Ressource in ineffizienten oder emissionsstarken Anlagen verbrannt wird. Die Nutzung und Wirkung von QM Holzheizwerke sind deshalb ein zentraler Baustein dafür, dass Holzenergie ihren Beitrag zur Defossilisierung auch ökologisch einlöst.
Die drei Stützen der Nachhaltigkeit
Die Nachhaltigkeit der Holzenergie steht auf drei Stützen: ökologisch, wirtschaftlich und sozial.
Ökologisch ersetzt Holzenergie fossile Energieträger, bleibt im natürlichen Kohlenstoffkreislauf und unterstützt eine Waldpflege, die den Wald langfristig vital hält. Wirtschaftlich schafft sie regionale Wertschöpfung, sichert Einkommen für Waldeigentümer und Forstbetriebe und macht die Pflege und den Umbau der Wälder überhaupt erst tragfähig. Sozial stärkt sie die Versorgungssicherheit mit einem heimischen Energieträger, erhält Arbeitsplätze in ländlichen Regionen und verbindet Energieversorgung mit Erholung, Schutz und Lebensraum.
Durch das Zusammenwirken aller drei Stützen bleibt Holzenergie dauerhaft nachhaltig.
Nachhaltigkeit bedeutet Verantwortung
Die Nachhaltigkeit der Holzenergie umfasst den gesamten Kreislauf: von der verantwortungsvollen Nutzung von Schweizer Holz über effiziente und emissionsarme Holzfeuerungen bis hin zur sinnvollen Nutzung von Nebenprodukten.
Holzenergie Schweiz bringt gemeinsam mit Mitgliedern, Verbänden und Partnern Wissen und Innovation in die Praxis und schafft damit die Grundlage für eine erneuerbare Energieversorgung mit Zukunft.
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